Was von uns bleibt

Ein interaktives Theatererleben über Demenz

Eine Reise durch das Vergessen

Hans Wagner freut sich auf seinen Ruhestand. Doch eine Demenzerkrankung verändert sein Leben. Er sucht seine Arbeit. Seine Freiheit. Sein Zuhause. Die Menschen, die er liebt. Und schließlich sich selbst.
Auf seinem Weg begegnet er immer wieder den entscheidenden Stationen seines Lebens. Dort, wo Erinnerungen verblassen, beginnt etwas anderes sichtbar zu werden: Ein verborgenes Leuchten.

Mehr als Theater

„Was von uns bleibt“ verbindet Schauspiel, Musik, Begegnung und praktische Erfahrung zu einem außergewöhnlichen Theatererleben. Der Schauspieler führt das Publikum durch vier Lebensphasen eines Menschen mit Demenz. Zwischen den Szenen öffnen berührende Lieder einen Raum zum Innehalten und Nachspüren.

Mitten im Geschehen

Die Zuschauer werden Teil der Geschichte. Sie begegnen Hans Wagner an fünf Lebensstationen – als Tochter, Sohn, Ehefrau, Nachbar, Kollege oder Pflegekraft. So wird unmittelbar erfahrbar, wie unterschiedliche Formen der Begegnung einen Menschen mit Demenz stärken oder verunsichern

Vom Zuschauen zum Begegnen

Nach dem Stück wird aus Theater Begegnung. Im gemeinsamen Resonanzgespräch und einer offenen Resonanzbegegnung endet das Spiel – und echte Begegnung beginnt. Von Herz zu Herz.


Wo Erinnerungen verblassen,
kann Nähe wachsen.

Über das Stück

„Was von uns bleibt“ ist ein Solotheaterstück über Demenz und die Anker des Menschseins. Demenz verändert das Leben. Erinnerungen verblassen, Orientierung geht verloren und vieles, was einem Menschen Halt gegeben hat, zerbricht nach und nach. „Was von uns bleibt“ erzählt diesen Weg nicht nur als Geschichte des Verlustes. Es macht sichtbar, welche Anker des Menschseins unser Leben tragen und wie sie sich im Verlauf einer Demenz verändern.

Der Zuschauer begegnet einem Mann, der Schritt für Schritt seine Selbstständigkeit, seine Aufgaben, sein Zuhause, seine Beziehungen und schließlich seine Erinnerungen neu erleben muss. Jede Szene führt zu einem dieser fünf Anker:

Im Mittelpunkt steht jedoch eine Frage: Was bleibt, wenn all diese Anker ins Wanken geraten? Das Stück lädt dazu ein, gemeinsam nach der tieferen Quelle des Lebens zu suchen – jener Dimension, aus der Menschen Würde, Hoffnung und innere Verbundenheit schöpfen können, selbst wenn Erinnerungen und Fähigkeiten schwinden.

Nach der Aufführung wird das Theater zum Resonanzraum. Im gemeinsamen Gespräch und in einer offenen Begegnung können Zuschauer ihre eigenen Erfahrungen teilen, Fragen stellen und erleben, wie aus einer Geschichte persönliche Begegnung entsteht.

Nicht die Demenz hat das letzte Wort.
Die Begegnung hat es.