
Es geht über den Flur
es geht übern flur mit schleichenden schritten
nicht wissend, nicht ahnend gefangen zu sein
suchend den ausweg des ganges, der kein ende hat
hoffnung, dass jemand sich seiner erbarmt

es sitzt am tisch mit gesenktem kopf
leeren blickes, nicht wissend wozu
sabbernd nicht fähig, den arm zu bewegen
wartend, dass jemand den speichel abtupft
es wird geschoben von da nach dort
handlungen an ihm vollziehend
die es nicht mehr versteht, – muss wohl sein
tapfer ertragend, nur nicht wehren
es wartet im raum, nicht wissend worauf
stimmen hörend, die nichts verständliches sagen
verschwommne gesichter der anderen sehend
die da gefangen, verloren im eigenen ich
es teilt mit allen gemeinsam das klappern
irrende schritte, verhallende rufe
und immer wieder das gleiche alleinsein
aneinander vorbei, sich selbst nicht lebend
da tauchen ganz plötzlich zwei augen auf
da wird seine hand zärtlich umfange
da hört es den namen, der es selber meint
da richtet sein körper sich auf, und mit ihm die hoffnung
da weicht die taubtheit zurück im blick dieses einen du
der es meint in diesem augenblick und mitnimmt ins WIR
und plötzlich wird aus dem ES ein ICH
ein mensch mit gefühlen, mit einer geschichte, die anrührt
mit größe und erhabenheit, einzigartig und unverwechselbar
mit schmerzen und wut, mit ängsten und liebe, eben ein ICH
und mit DIR erlebe ich, dass wir eins sind in diesem augenblick
alles teilend und gemeinsam spürend, dass der moment uns verbindet
und hoffnung schenkt, gewissheit, vertrauen und leben
in diesem Moment vereint
WIR
DU und
ICH für diesen augenblick, der in meinem herzen weiterlebt
auch wenn du mich wieder verlässt.

es sitzt da mit leuchtenden augen,
ahnend wer es ist und war und sein wird
es sitzt da mit leuchtenden augen,
ahnend wer es ist und war und sein wird